Wild West Saloon (BL19004) im Review

Diese Woche erreichte mich nach langem Warten der Wild West Saloon aus dem Bricklink AFOl-Designer Programm. Die Sets wurden über eine Art Crowdfunding finanziert, von AFOLs für AFOLs. Es handelt sich nicht um offizielle Lego-Sets, die Aktion wurde aber von Lego unterstützt. Dem Set liegt auch ein Flyer bei, auf dem Bricklink und Lego die Zusammenarbeit beschreiben.

Details

Setnummer: BL19004
Name: Wild West Saloon
Teile: 1497
Preis: 149,99 USD (ca. 10ct/Teil)

Die Order

Nach meinem Backing im März wurde das Set dann am 13. Mai verschickt. Wie andere auch berichteten, bekam ich zwar eine Mail mit einem Link zu Tracking, der aber nicht viel weiterhalf. Am 31. Mai wurde der Karton dann durch die normale Post geliefert. (Laut Tracking war es ursprünglich mal eine Fedex-Sendung)
Absender war Bricklink in den USA, dementsprechend war noch Einfuhrumsatzsteuer (25,22 EUR) und die Bearbeitungsgebühr der Post (6,00 EUR) zu zahlen.
Meine Bank hat für den Kauf 133,63 EUR zzgl. 2,34 EUR Gebühren abgebucht (note to self: dringend mal die Bank wechseln).
So hat mich das Set insgesamt 167,19 EUR gekostet. Der Teilepreis steigt damit auf 11,2ct, ziemlich happig für ein Set ohne Minifiguren.

Dafür sind die Sets auf je 2500 Stück limitiert und beinhaltet einen exklusiven Stein. Ob das den Preis rechtfertigt, muss jeder selbst wissen.
Da Lego das Programm ja mit Sicherheit gespannt verfolgt, wollte ich mit meiner Bestellung auch zeigen, dass es genug Nachfrage für Western-Themen gibt.

Das Set

Die Rückseite des Kartons

Die gesamte Verpackung ist sehr hübsch gemacht. Das Set kam noch in einem (sehr eng) passenden braunen Versandkarton. Dieser wurde von der Post für den Zoll geöffnet, die eigentliche Verpackung war aber unversehrt.

Auf der Vorderseite ist das Set zu sehen, zusammen mit dem Bricklink-Logo und dem Hinweis auf die Kooperation mit Lego. Handschriftlich ist die laufende Nummer des Sets eingetragen, in meinem Fall 398/2500. Daneben finden sich noch Angaben zur Teilezahl.

Der Innenkarton ist schwarz und mit glänzenden Details versehen, was sehr edel aussieht. Verschlossen ist das Ganze mit einem goldenen Siegel mit Hologramm.

Innen finden sich dann die Tüten mit den Teilen, die Baseplate sowie Anleitung und Flyer – wie man es bei einem Set von Lego direkt auch erwartet.

Das Innere des Kartons

Der Saloon wird in zwei Schritten gebaut. Die Tüten sind dementsprechend numeriert, wobei immer alle Tüten einer Nummer geöffnet werden müssen. Ich hatte zu Anfang nur Tüte 1a geöffnet, darin war aber kein einziges Teil für den ersten Bauschritt enthalten.

Die Anleitung ist übersichtlich und gut verständlich. Da die Teile in der Masse nur braun, dunkelbraun und beige (tan und dark tan) sind, war es an vielen Stellen schwierig, die richtige Farbe zu erkennen. In der Anleitung war deswegen an vielen Stellen ein Hinweis darauf, ob man eher das hellere oder dunklere braun suchen muss. Für besseren Kontrast waren dann die neu zu setzenden Teile rot umrandet, wie ich es auch schon bei manchen Lego-Sets gesehen habe. Bei Lego selbst hätten wir wahrscheinlich zur besseren Sichtbarkeit an manchen Stellen auch andere Farben gefunden. Ich bin sehr froh, dass Legopard (alias Jonas Kramm) hier alles Ton in Ton gehalten hat.

Am Ende der Anleitung findet ihr noch eine Teileliste sowie eine Aufstellung über die verwendeten Farben. Die Liste dazu habe ich euch hier zum Download bereit gestellt, so könnt ihr sie direkt in Bricklink importieren um zu sehen, was alles enthalten ist.

Der Bau

Ich habe für den Aufbau in drei Etappen ca. 3,5 – 4 Stunden gebraucht. Ich musste wegen der ähnlichen Farben manchmal etwas genauer hinschauen, alles in Allem ging der Aufbau aber relativ locker von der Hand. Die Anleitung war an keiner Stelle missverständlich, allerdings auch nicht so leicht wie man sie mittlerweile von Lego kennt. Ich habe mich über das Niveau gefreut und mich nicht gelangweilt.

Einige Abschnitte wiederholen sich erwartungsgemäß. Das Betrifft aber nur die Seitenwände, das Innere ist unsymmetrisch gestaltet, sodass auch hier keine Langeweile aufkommt. Geflucht habe ich nur bei den Fliesen am Boden. Durch den schlechten Kontrast und die vielen Teile auf einmal hatte ich an dieser Stelle tatsächlich wenig Spaß.

Natürlich muss ich an dieser Stelle auch mit Lego vergleichen. Es gibt mehrere Stellen, die in einem Lego-Set anders gelöst worden wären. Die Schwingtür am Eingang zum Beispiel hatte ich beim Öffnen öfter mal mitsamt Scharnier in der Hand. Auch den Pferdetrog vor der Tür würden wir von Lego anders sehen.

Jonas musste natürlich auf vorhandene Teile zurückgreifen und hatte keine Armada von Designern im Rücken. Meinen größten Respekt davor, etwas so großes so gut hinzubekommen.

Fazit

Mir hat das Set als ganzes sehr viel Spaß gemacht. Ich mag die Idee von Bricklink um das Crowdfunding und bin dann auch gern bereit etwas mehr zu zahlen. Ich hoffe, dass wir solche Aktionen auch in Zukunft wieder sehen werden. Vielleicht springt auch Lego mit auf diesen Zug auf um Ideen, bei denen sie sich nicht sicher sind einfach mal auszuprobieren.

Ich mag den Saloon. Der Bau war toll und abwechslungsreich, viele schöne Details wurden verarbeitet. Ich glaube alle hätten gerne noch ein paar Cowboys dabei gehabt. Da Lego allerdings aktuell keine Produziert, konnten auch keine benutzt werden. Aber immerhin haben wir ein Pferd.

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